Sozialwerk
Hier einige Informationen zu dem im August startenden Kindergarten "Villa Wundervoll" in Form einer mehrteiligen Begegnungsgeschichte:direkt zum neuesten Teil
Herr Wunderbracht trifft Frau Kitaherz an der Infowand in der Philippus-Gemeinde. Sein Blick fällt auf den großen Schriftzug „Villa Wundervoll“
W.: „Hm – „Villa Wundervoll“ ... – sollte das nicht vorher „Villa Lichtblick“ heißen?“
K.: „Ja, aber dann hat die Stadt doch gesagt, dass der Name zu nahe an einem schon vergebenen Namen dran ist, und dann haben die Leute vom Sozialwerk noch einmal über einen anderen Namen nachgedacht und da kam sie dann auf ‘Villa Wundervoll‘.“
W.: „Aha, und was bedeutet jetzt der Name?“
K.: „Da kamen Rückmeldungen wie: Villa Wundervoll – ganz toll, weil wir ja alle kleine und große Wunder Gottes sind und weil unter dem Kindergartendach noch ganz viele Wunder passieren und wachsen können und weil es so schön klingt ...“
W.: „Aha, ein Kindergarten wird das Ganze?“
K.: „Ja.“
W.: „Aber sollte es denn nicht erst eine Gruppe für Kinder unter drei Jahren werden?“
K.: „Ja, aber dann hat die Stadt angefragt, ob nicht das Konzept gleich von Anfang an auch für ältere Kinder offen sein könnte.“
W.: „Und der Nachfrage von der Stadt ist man dann nachgegangen?“
K.: „Ja.“
W.: „Aha! - Und jetzt?“
K.: „Jetzt wird geplant, nachgedacht und durchgerechnet, ob eine neues Haus für die ‚Villa Wundervoll’ gebaut werden kann.“
W.: „Und wo soll das hin?“
K.: „In den Innenhof, vielleicht auf die Seite der Herforder Straße.“
W.: „Aha! – Und wer bezahlt das?“
K.: „Also bauen müsste schon die Gemeinde. Denen gehört ja das Gelände. Dafür müsste ein Kredit aufgenommen werden und der würde von den Geldern bezahlt, die die Stadt z. B. für die Mietgelder der KiTa zahlt.“
W.: „Und die anderen Kosten? Der Betrieb eines Kindergartens kostet doch auch Geld, z. B. Gehalt für die Mitarbeiter und Spielzeug usw. Wer bezahlt das?“
K.: „Ein Träger eines Kindergartens bekommt monatlich Gelder durch die Elternbeiträge und Bezuschussungen von Stadt und Land. Diese Gelder kommen unabhängig von den Mietzuschüssen der Stadt. Diese Summen richten sich nach den Belegungszahlen.“
W.: „Und das klappt? Ich meine, decken sich denn die Einnahmen mit all den Ausgaben inkl. dem Kredit?“
K.: „Das muss genau durchgerechnet werden. Aber Fachleute, die den Aufbau begleiten, sehen da kein Problem drin. Sie haben mit vielen Einrichtungen gute Erfahrungen gemacht. Fest steht jedenfalls, dass die KiTa keine finanzielle Belastung für die Gemeinde darstellen soll. Das Ganze muss schon gut durchdacht und auch geplant werden. Dafür wird gerade ein Kostenplan aufgestellt, der alle Einnahmen und Ausgaben detailliert darstellt, die da auf uns zukommen.“
W.: „Wann soll das Ganze denn los gehen?“
K.: „Ein Kindergartenjahr beginnt immer zum 01.08. eines jeden Jahres. Das wäre also auch der Start für die KiTa ‚Villa Wundervoll’.“
W.: „Ist der Bau denn dann schon fertig?“
K.: „Sicherlich noch nicht. So ein Projekt braucht viel Vorplanung. Im Moment arbeitet ein Architekt an einem Vorentwurf, über den dann auch erstmal gesprochen werden muss. Aber die KiTa würde übergangsmäßig erst einmal in den Gemeinderäumen – oben, wo das Vaterhaus ist – starten. Als Übergang ginge das, und wenn der Neubau da ist, dann ziehen die kleinen Wunder um.“
W.: „Das ganze Projekt hört sich für mich riesig an. Was bringt es der Gemeinde?“
K.: „Erst einmal einiges Ungewohnte. Aber so ist das ja immer, wenn sich etwas ändert. Doch ich erwarte, dass aus der Villa Wundervoll viel Wunderbares hervorgehen wird. Der Kindergarten wird auch für unsere Gemeinde ein großer Segen werden. Kinder in- und außerhalb der Gemeinde bekommen eine gute christliche Prägung und christliche Werte vermittelt. Wir als Gemeinde kommen durch den Kindergarten mit Eltern in Kontakt, die sonst nicht zu uns kommen würden. Es hat mal den Eindruck gegeben, dass alles was im Innenhof an Projekten sich abspielen wird, wie ein Tor zur Gemeinde hin ist – und dazu gehört dann auch der Kindergarten. Mir gefällt der Gedanke. So ein Tor hat zwei Seiten. Eine Seite zur Gemeinde hin und eine Seite zu den Menschen in dieser Stadt.“
W.: „Das hört sich gut an. Der Gedanke gefällt mir. Aber jetzt sag mir doch mal, woher weißt Du das alles?“
K.: „Ich spreche öfters mit Jana Brinkmann, Carola Sichel, Edwin Schulz oder Ruth Eigenbrod. Die sind in der Planung drin und die können jedem, der fragt, Auskunft geben. Sprich sie doch mal an, wenn Dich das Thema weiter interessiert.“
W.: „Das werde ich machen. Ich denke aber auch, dass das ganze Projekt viel Gebet braucht. Denn wenn ich das richtig verstanden habe, dann will doch das Sozialwerk die Dinge in Angriff nehmen, die Gott auf dem Herzen liegen. Dafür braucht die Gemeinde und somit auch das Sozialwerk von Gott die Gewissheit, dass sie richtig hören und auch die richtigen Schritte tun. Und alle neuen Gedanken in SEINE Hände zu legen und IHN um Bestätigung zu bitten, ist eh immer gut. Also, lass uns für die Mitarbeiter beten und auch für uns als Gemeinde, damit wir alle zusammen die richtige Sicht bekommen.“
K.: „Ja, da hast Du recht. Ich werde mir das Projekt in meine Gebetsliste schreiben und regelmäßig dafür beten. Jetzt muss ich los. Bis dann mal und einen gesegneten Sonntag Dir noch.“
W.: „Danke, Dir auch noch eine gesegnete Woche. Bis dann mal.“
Die Fortsetung: Neuigkeiten vom Sozialwerk „Mit Hand und Herz“
Herr Wunderbracht trifft Frau Kitaherz im Begegnungsraum der Philippus-Gemeinde. Sie kommen sogleich ins Gespräch über die Entwicklung der Kita „Villa Wundervoll“.
W.: „Hallo, schön dich zu sehen. Gibt es Neuigkeiten bei der „Villa Wundervoll“?
K.: „Ja, hast du es denn nicht gehört?“
W.: „Leider nicht. Ich war jetzt mehrere Wochen nicht da. Aber erzähl doch mal …“
K.: „Also, der Kostenkalkulationsplan der Kita ist fertig und ich muss sagen, dass ich begeistert bin. Die Fachleute von der Stadt und vom Paritätischen Wohlfahrtsverband hatten wirklich recht. Wenn die Kita gut geführt wird, dann können sogar schon ab dem ersten Jahr Rücklagen gebildet werden.“
W.: „Wundervoll! – Und was heißt das für den Neubau?“
K.: „Der Neubau soll ja durch die monatlichen Mieteinahmen, die die Kita von der Stadt bekommt, finanziert werden.“
W.: „Und das geht? Reicht das?“
K.: „Ja, mit der Summe kann gut ein Kredit abgezahlt werden. Das dauert ungefähr 13 bis 15 Jahre. Danach gehört der Gemeinde das schuldenfreie Gebäude. Und die Kita wirft auch ein Plus für die Gemeinde ab.“
W.: „Wunderbar! Und was passierte als Nächstes?“
K.: „Jetzt muss ich mal genau nachdenken, damit ich die Reihenfolge nicht durcheinander bringe. Also, dann gab es am 07.03. eine Außerordentliche Mitgliederversammlung. Dort wurde dann dem Vorstand und der Gemeindeleitung der Auftrag erteilt, weitere Schritte in Richtung Neubauplanung zu gehen. Die Mitglieder haben über den folgenden Satz ………………. einstimmig mit Ja abgestimmt. Dem Sozialwerk wurde erlaubt, die Räume der Gemeinde als Übergangsräume für die Kita zu nutzen. Für diesen Punkt gab es 4 Enthaltungen bei der Abstimmung.“
W.: „Wundervoll! Das ist ja ein gutes Ergebnis.“
K.: „Ja, finde ich auch. – Diese Mitgliederversammlung war nötig geworden, weil das Sozialwerk der Stadt Bielefeld bis zum 15.03. ein endgültiges Ja geben musste. An dem Tag wurden die Platzdaten aller Kindergärten in NRW zum Landesjugendamt gemeldet. Das war auch noch ein spannender Akt. Für diese Meldung, die per Internet passiert, brauchen die Einrichtungen einen Freischaltcode. Der ließ auf sich warten und die Zeit wurde knapp. Zudem wartete die Gemeinde noch auf das Ergebnis der Bauvoranfrage. Beides kam aber dennoch pünktlich kurz vor Meldeschluss. Das war spannend, sag ich dir.“
W.: „Aber das Ganze hört sich für mich schon nach ganz vielen einzelnen Wundern an. Was mich bei dem Namen auch nicht verwundert :-).“
K.: „Ja, das stimmt. Faszinieren tut mich auch die Tatsache, dass sich der Eindruck, dass diese Kita etwas mit dem Bibelvers „Suchet der Stadt Bestes“ zu tun hat, auch schon bewahrheitet. Zwei Tage vor Meldung kam ein Anruf von einer Sachbearbeiterin der Stadt Bielefeld. Sie ist dafür zuständig Eltern zu helfen, Kindergartenplätze für ihre Kinder zu finden. Sie hatte durch eine andere Kollegin den frisch gebackenen Flyer der Kita erhalten und rief kurzer Hand später die Kontaktnummer an. Sie hatte sieben irakische Kinder, deren Familien aus einem Kriegsgebiet im Irak hierhin geflohen sind, bis jetzt nicht vermittel können. ‚Alle Einrichtungen in der Umgebung sind schon überbucht.‘ Hat sie gesagt. Die Villa Wundervoll hat dann die Kinder aufgenommen. Ist das nicht toll?“
W.: „Wundervoll! Einfach wundervoll! – sieben irakische Kinder, was für eine Chance.“
K.: „Ja, das ist wirklich eine große Chance. Es wird aber auch eine große Herausforderung, denn die Kinder müssen erst einmal die deutsche Sprache erlernen. Aber dafür ist schon ein Sprachförderprogramm beantragt worden, das dann in der Kita stattfindet. Die Stadt wird dieses Förderprogramm bezahlen.“
W.: „Wunderbar! Wirklich wunderbar! Und wie sieht das sonst mit Kindern aus? Sind noch weitere angemeldet?“
K.: „Ja, die Gruppe der 0-3-Jährigen ist jetzt voll. In der Gruppe der 2-6-Jährigen sind noch wenige freie Plätze. Aber es kommen fast täglich welche dazu. Und das alles ohne große Werbung.“
W.: „Wundervoll! Einfach w-u-n-d-e-r-v-o-l-l! Und Mitarbeiter?“
K.: „Die braucht es natürlich auch. In dieser Ausgabe des Gemeindeblattes gibt es eine Stellenausschreibung. Gesucht wird eine Kita-Leitung, mehrere Erzieher/innen, pädagogische Fachkräfte (da vier Plätze für Kinder mit besonderem Förderbedarf angeboten werden) und auch eine Person, die für die Küche und die Reinigung zuständig ist. – Möchtest Du Dich bewerben?“
W.: „Ich? Nein lieber nicht. Ich finde das ganze Projekt aber nach wie vor toll. Und unterstützen möchte ich das Ganze auch. Ich werde weiterhin dafür beten. Damit genau das richtige Mitarbeiterteam zusammengestellt wird. Damit die Kinder mit ihren Eltern kommen, die Gott hier haben möchte. Ich werde dafür beten, dass alles, was die Planung und den Bau angeht, reibungslos vorankommt. Und dann werde ich mal in mich gehen und prüfen, ob ich vielleicht der Gemeinde einen Kredit oder gar einen Spende für den Neubau geben soll.“
K.: „Wunderbar! – Ich habe auch schon über die Möglichkeit nachgedacht, die Gemeinde in diesem Projekt finanziell zu unterstützen, um auf diese Art in das Reich Gottes zu investieren. Damit ganz viele Wunder Gottes dabei rauskommen, die sich gut entwickeln können :-). – Oh, ich muss los. Es war aber schön dich getroffen und mit dir geredet zu haben. Wie gesagt, wenn du noch weitere Fragen hast, dann sprich doch Jana Brinkmann, Edwin Schulz, Carola Sichel oder Ruth Eigenbrod an. Die geben dir gerne eine Auskunft. Jana und Ruth haben schon eine Villa Wundervoll-E-Mail-Adresse. Du kannst sie auch anschreiben. Jana Brinkmann: brinkmann@villa-wundervoll.de; Ruth Eigenbrod: eigenbrod@villa-wundervoll.de.
W.: „Das mit dem Schreiben ist eine gute Idee. Vielleicht fallen mir ja auch noch Eltern ein, die verzweifelt einen Platz für ihr Kind suchen. Die können sich ja auch melden. – Ich danke dir für all die Informationen und wünsche dir noch einen schönen Sonntag.“
K.: „Danke, den wünsche ich dir auch. Bis nächsten Sonntag.“
W.: „Ja, bis nächsten Sonntag.“


