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Philippus-Gemeinde Bielefeld
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10:30 Uhr jeden Sonntag

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Wegbeschreibung

Die aktuelle Predigt

Titel : Splitter und Balken - oder: wann wir auf dem Holzweg sind (Matthäus 7, 1 - 6)
Prediger : Edwin Schulz
Datum : 05-09-2010
Laufzeit : 30 min

Spendenkonto

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Sozialwerk "Mit Hand und Herz"
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Begleittext zur Predigtreihe über die Bergpredigt

Die Bergpredigt ist voll von herausfordernden Texten. Jesus verschärft Gottes Gebote, indem er die Quelle unserer Rebellion gegen Gott und seine Gebote aufzeigt: unserer selbstsüchtiges Herz. Hier beginnt in Gedanken und Begierden, was sich dann in Taten als sichtbare Sünde manifestiert. Doch Jesu Ziel ist nicht, die Latte des Gesetzes noch höher zu legen, um uns noch früher und umfassender verurteilen zu können, sondern um uns aufzuzeigen, dass wir aus eigener Kraft niemals vor Gott gerecht sein können. Mit der Bergpredigt zerstört er jede Illusion von Gerechtigkeit und Selbstrechtfertigung aus unseren eigenen Werken.
Daraus folgt ein Dreifaches:
1. Das Gesetz ist nur in der Lage uns unsere Sünde aufzuzeigen, in die uns unsere eigene Unvollkommenheit immer wieder treibt. Uns wird vor Augen geführt, wodurch ein Leben mit Gott und ein liebevolles Miteinander immer wieder bedroht werden. Ziel ist jedoch nicht das Verklagen der Sünder und der Aufruf zu noch größerer Anstrengung, sondern die Erkenntnis der Differenz zwischen unserem Handeln und Gottes Geboten.
2. Das Evangelium, die gute Nachricht der Bergpredigt besteht darin, dass sie die Notwendigkeit der „besseren Gerechtigkeit“ herausstellt, die Jesus uns durch seinen Sühnetod am Kreuz erkauft hat. Nur durch das Gnadengeschenk der Vergebung und der Gotteskindschaft kann Christus in uns die bessere Gerechtigkeit aufrichten und leben. Darum ist Umkehr und Buße immer Abkehr von der Sünde und Hinwendung zu Christus – und nicht Hinwendung zu eigener religiöser Anstrengung.
3. Jesus zielt auf das Zentrum unserer Hingabefähigkeit: auf unser Herz. Er möchte, dass wir unser Herz ihm geben, ihm vertrauen und unseren größten Schatz in ihm entdecken („Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“ Matthäus 6,21). Das Herz als Zentrum von fühlen, wollen und denken soll ihm gehören und von ihm geprägt sein. Erst aus der Hingabe unseres Herzens an ihn, kann sich ein Leben entwickeln das – durch seine Gnade und sein Wirken in uns – der Bergpredigt entspricht.

Diese Gedanken kommen in unterschiedlicher Intensität in den einzelnen Abschnitten der Bergpredigt vor. Sie bilden aber gleichsam das Fundament und den Rahmen, der uns für die Predigtreihe zur Bergpredigt wichtig ist.

In unseren Gottesdiensten zur Bergpredigt wollen wir einzelne, konkrete Bereiche unseres Lebens im Spiegel der Worte Jesu anschauen und uns durch Umkehr und Buße Gott neu zuwenden. Dazu möchte uns Gottes Liebe motivieren. Wir wollen nicht aus eigener Anstrengung gut sein und dabei gesetzlich werden, sondern Jesus begegnen und lernen, aus seiner Kraft zu leben.

Edwin Schulz
2010-07-18 16:24:25