E-Mail von Satyajit Devasia vom 24.06.2010
(Direkt zum englischen Original)24. Juni 2010
Meine zweite Reise ins Missionsfeld
Liebe Freunde,
Grüße in dem mächtigen Namen unseres Herrn und Retters Jesus Christus.
Letzten Monat habe ich zum ersten Mal die Missionsfelder in Uttar Pradesh und Uttarkand besucht. Ich hatte anfangs entschieden, mit einer Reise immer einen Staat zu besuchen. Aber der Monsun kann in Indien sehr unberechenbar sein, so dass ich die Felder besuchen musste, die unerreichbar werden würden, wenn der Regen einmal eingesetzt hätte. Da die Dörfer und Stämme in Uttar Pradesh in der Nähe der Grenze sind, gibt es häufig Erdrutsche und Wassereinbrüche, was diese Stämme und Dörfer vom Rest der Zivilisation abschneidet.
Ich habe meine Reise am 24. Mai von Nagpur aus begonnen und habe Lucknow (Uttar Pradesh) am 25. Mai gegen 11 Uhr früh erreicht. Von da aus musste ich eine Fahrradrikscha nehmen, um zu einer der Stationen zu kommen, von wo die nächste Phase meiner Reise starten würde. Sie begann um 17 Uhr und brachte mich zu einem Ort namens Palia. Ich stieg um 1 Uhr morgens aus dem Zug an der Station von Palia und musste die Nacht an der Bushaltestelle verbringen, da der Bus erst um 8 Uhr früh in das Dorf fahren sollte, das ca. 80 km von der Station entfernt lag, von der aus unsere Brüder und Schwestern in Christus das Wort des Evangeliums in die naheliegenden Dörfer und Stämme brachten. Ich wollte jeden einzelnen Ort besuchen, an dem unsere Brüder und Schwestern in Christus so sorgfältig arbeiten. Unsere Mitarbeiter halten Gebetsversammlungen in 13 Dörfern und arbeiten unter 200 bis 350 Gläubigen in den umliegenden Dörfern, die 500 bis 700 Familien umfassen. Glaube an Gott und Gebet sind es, was diese Leute zu unserer Herde zieht. Es ist überwältigend, diesen unerschütterlichen Glauben zu sehen, der die Menschen durch die widrigsten Situationen führt. Jeder einzelne unserer Herde hier sieht sich Widerstand aus der eigenen Familie gegenüber, von den Nachbarn, dem Führer des Stammes bzw. des Dorfes und den politischen Parteiungen, die Angst haben, ihren politischen Einfluss zu verlieren. Diese Menschen leben in Lehmhäusern ohne sanitäre Anlagen, ohne Trinkwasser, ohne Elektrizität, ohne Verbindung zu den Städten (was allerdings nicht schlimm ist, weil diese Leute ohnehin kein Geld haben für eine Fahrt in die nahegelegene Stadt, die ungefähr 70 bis 80 km entfernt liegt), sondern nur die unerschütterliche Überzeugung, dass unser Herr sie nicht mit leerem Magen schlafen lassen wird. Ich wurde sehr gedemütigt, als ich hier mit unseren Brüdern und Schwestern einige Tage lebte und diese Bedingungen sah. Die Erfahrung hat meinen Glauben in unseren Herrn gestärkt und mich zu der Entscheidung geführt, diesen Menschen zu helfen und unter ihnen zu arbeiten. Die Bibel sagt „Ich kann alles durch Christus, der mich stark macht“ (Phil 4,13)
Nach einer geistlich bereichernden Zeit in Uttar Pradesh war es Zeit weiter zu reisen, um unsere Mitarbeiter in Uttarkand kennenzulernen. Der Besuch an der nächsten Stelle brauchte 60 Stunden Reisen durch Wälder und Berge. Die Menschen in dieser Bergregion sind vollkommen verstrickt in Götzenanbetung. Ihr Glaube an Götzen wurde ihnen eingetrichtert von ihren Vorfahren schon über Jahrhunderte, so dass es sehr schwierig für sie ist zu glauben. Wenn hier eine Person Gottes Liebe kennenlernt, ist das so gut wie bei 100 Menschen an anderer Stelle. Gebetstreffen können hier nur hinter verschlossenen Türen stattfinden. Es erinnerte mich an Zeiten, von denen ich gelesen hatte, als Christen verfolgt wurden und ihre Gebetstreffen in absoluter Verborgenheit abhielten. Mein nächster Halt war ein Dorf 150 km entfernt. Mein Aufenthalt hier machte mir klar, dass die Leute in diesen Dörfern eine Herden-Mentalität besitzen. Sie gehen dahin, wo alle hingehen, Gewalt gegen Christen ist sehr häufig hier und sie werden leicht zum Glauben an irgendwelche „Gottesmänner“ verführt. Ich war überwältigt von dem Glauben unserer Brüder und Schwestern in Christus. Sie stehen fest in ihrem Glauben gegen die völlige Entfremdung von der Gesellschaft, in der sie leben. Die Zahl der Gläubigen, hier und in den umliegenden Dörfern, kann nicht festgelegt werden, da die Leute hier nur dann zu Gebetstreffen kommen, wenn sie für ihre Familie Heilung brauchen. Und wenn dann das Familienmitglied einmal geheilt ist, kehren sie zurück zu ihren „Gottesmännern“; dafür geben sie Gründe an, die ich nicht verstanden habe, auch wenn ich die dauernde Furcht gesehen habe, denen unsere Mitarbeiter ausgesetzt sind, während sie von einem Dorf zum nächsten gehen und das Evangelium weitersagen. Viele unserer Mitarbeiter waren Drohungen und physischer Gewalt ausgesetzt. Ich schätze die Entschlossenheit unserer Mitarbeiter und ihren unerschütterlichen Glauben, wenn sie das Evangelium auch in diesen widrigen Umständen weitergeben, sehr hoch. Meine Reise in Uttarkand brachte mich zu mehr als 20 Dörfern und hunderten von Gläubigen überall dort. Nachdem ich das ganze Gebiet unserer Mitarbeiter besucht hatte, machte ich mich am 21. Juni auf den Rückweg und bin am 22. Juni wieder in Nagpur angekommen.
Als ich meine Reise bei schnell steigenden Temperaturen begann, war mir nur sehr wenig von dem bewusst, was unser Herr für mich bereitet hatte. Alles, was ich wusste, war, dass ich mich selber hingeben sollte für Seine Absichten und dass Er für mich sorgen würde. Ich war naiv genug zu glauben, dass meine erste Reise nach Orissa mich auf alle Überraschungen vorbereitet hätte, die mir auf dieser Reise begegnen könnten. Durch Seine Gnade wurde mir der Mangel an Elektrizität, die ärmlichen Lebensbedingungen, die fehlenden Sanitäranlagen, die Qualität des Wassers etc. nie richtig bewusst. In meinen wildesten Träumen hätte ich mir nicht vorstellen können, unter diesen widrigen Bedingungen zu leben. Nur durch Seine Gnade und Segnungen bin ich keiner Krankheit erlegen (als ich die Farbe des Trinkwassers sah, war ich sicher, dass ich innerhalb von 24 Stunden bettlägerig sein würde). Erst auf meiner Rückreise nach Nagpur habe ich realisiert, dass an keiner Stelle irgendeine physische Beschwerde mir auch nur Kopfschmerzen verursacht hatte. Überall, wo ich Leute besuchte, fühlte ich mich sehr höflich zu sagen, dass es mir gut gehe. Dabei war es mein Herr, der mir die Fähigkeit schenkte, diese widrigen Umstände auszuhalten. Ohne Seine Liebe und Gnade hätte ich nicht einen Tag durchgestanden. Diese Erfahrung hat meinen Glauben gestärkt und mich wirklich gedemütigt. Wir sind nicht mehr als Spielfiguren in seinem großen Plan und nur Er kennt die geheimnisvollen Wege, auf denen er uns, seine Kinder, gebrauchen möchte.
Die Bibel sagt: „Dem Hungrigen ist auch das Bittere süß“ (Sprüche 27, 7b). Ich danke unserem Herrn für Seine spezielle Gnade, die ich demütig als ein Privileg für mich annehme.
Ich bleibe bei meinem Versprechen, dass ich hingehe, wo auch immer Er möchte, dass ich hingehe und dass ich tue, was immer er von mir getan haben will.
Ich danke Euch, meine Brüder und Schwestern in Christus für Eure Gebete und Unterstützung und hoffe, dass ihr weiterhin in Euren Gebeten an mich denke. Ohne eure Gebete und eure Ermutigung bin ich unbrauchbar. Ich bitte um eure Gebete, dass ich mit Weisheit, Erkenntnis und Kraft des Heiligen Geistes gesegnet werde.
Alleine bin ich nichts, aber gemeinsam können wir Wunder vollbringen in Seinem Namen.
Ich danke euch und bitte um euer anhaltendes Gebet für meine Eltern (Samjee & Mary). Wir beten um ein Wunder.
Mit Liebe und Segensgrüßen
Satyajit Devasia
Englisches Original:
MY SECOND TRIP TO THE MISSION FIELD
Dear Friends,
Greetings in the mighty name of our Lord and savior Jesus Christ,
Last month it was time for my first visit to the mission fields of Uttar Pradesh state and Uttarkand state , I had initially decided to visit one state at a time however monsoons in India can be quite un-predictable so there was a need to visit the fields which would become unreachable once the rains start, since the villages and tribes in Uttar Pradesh are near the border there are frequent landslides and water clogging which cuts of these tribes and villages from the rest of civilization.
I started my journey on the 24th of May from Nagpur and reached Lucknow (Uttar Pradesh)on 25th around 11 am from there I had to take a (cycle)rickshaw to travel to one of the local station for the next phase of my journey which was to begin in the evening at 5pm to take me to place called Palia, the train dropped me at Palia station at 1 am, I had to spend the night at the bus stand as the bus would be leaving at 8 am to the village which was around 80 km from the station, our brothers and sisters in Christ spreads the words from the gospel to the near by villages and tribes. I wanted visit each and every place where our brothers and sisters in Christ are diligently working. Our workers hold prayer meetings in 13 villages and work between 200 to 350 believers in the surrounding villages which has around 500/700 families. Faith and Prayer in our Lord is what draws all these people to our flock, its overwhelming to see the unshakeable faith that drives these people to overcome adverse situations, every one of our flock here faces resistance from their individual homes, their neighbors, the village/tribe head & the political parties who are scared of losing their political clout. These people live in mud houses with no sanitation, no drinking water, no electricity, lack of connectivity to cities (not that it would matter, these people don’t have money for the basic fare to travel to the near by cities which is around 70/80 km away) but only the unshakeable assurance that our lord will not allow them to sleep in an empty stomach. I have been humbled by staying with our brothers and sisters here for days facing these conditions. I have come out of this experience strengthening my faith in our Lord and the resolve in helping and working between these people. Bible says “I can do all things through Christ who strengthens me” Phil. 4:13
After spending some spiritually enriching time in Uttar Pradesh it was time to move on, meet and know more about our workers in Uttarakand. The visit to the next place took 60 hours of traveling through forests and mountains, the people at this mountain place is completely into idol worship, their beliefs in these idols have been instilled in them by their fore-fathers for centuries hence its difficult for them to believe, enlightening one person about our Lord’s love in this place is as good as enlightening 100 people elsewhere. Prayer meetings can be conducted here only behind closed doors, it reminded me of the time I read, centuries back, when Christians were persecuted and could conduct prayer meetings in absolute secrecy. My next stop was a village 150 kms away. My stay here made me realize that the people in these villages were of the herd mentality, they go where everyone goes, violence against Christians are frequent here and the people here can be conned into believing the so called ‘godmen’. I was overwhelmed by the faith of our brothers and sisters in Christ, they stand stead fast in their faith against total alienation from society where they live. The number of believers, here and in the surrounding villages, cannot be determined as the people here come to attend prayer meeting only when there is a need for healing in their families and once the family member is cured they return to their ‘godmen’ stating reasons which I have been unable to comprehend however I have understood the constant fear that our workers are subjected to while they go from village to village sharing the gospel. Many of our workers have been subjected to threats and physical abuse by anti social elements. I respect the determination of all our workers and their unshakeable faith in preaching the gospel even in these adverse conditions. My journey in Uttarakand took me to more than 20 villages and hundreds of believers all around. After visiting all the field of our workers I started my journey back on the 21st of June and arrived in Nagpur on the 22nd of June.
When I started my journey amidst the soaring temperature little did I realize what our Lord had in store for me, all I knew was that I have surrendered myself for HIS cause and that HE would take care of me. I was naive to think that my first trip to Orissa had prepared me for all the surprises this trip had in store for me. By HIS grace I never realized that the lack of electricity, poor living conditions, lack of sanitations, quality of water etc. In my wildest dreams I never thought that I could live in these adverse conditions; Its only by HIS grace and blessings that I did not succumb to any form of sickness (when I saw the color of drinking water I was sure that within 24 hrs. I would be bedridden). It was on my journey back to Nagpur that I realized that at no point of time did any of the physical discomfort cause even a frown on my forehead, at every place I visited people felt that I was being polite by saying that I am OK however it was my Lord who actually blessed me with the tolerance to withstand these adverse conditions, without HIS love and grace I would not have lasted even a day. This experience has strengthened my faith and truly humbled me. We are but mere pawns in HIS grand design of things to come and only HE knows the mysterious ways in which HE intends to use us, his children.
Bible says, “to the hungry even what is bitter tastes sweet” Prov. 27:7 b. I praise our Lord for His special grace which I humbly accept as a privilege.
I abide by my commitment to go wherever HE wants me to go and do whatever HE wants me to do. I thank you my brothers and sisters in Christ for your prayers and support, and hope that you will all continue to think of me in your prayers, without your prayers and encouragement I am useless. I request your prayers to bless me with wisdom, knowledge and power of the Holy Spirit.
Alone I am nothing but together we can perform miracles in HIS name.
I thank you and request for your continuing prayer for my Parents (Samjee & Mary). We are praying for the miracle.
With Love, Regards & Blessings
Satyajit Devasia
2010-07-01 13:20:25
Einblick - Rückblick
E-Mail von Mary S. Kallimel und Satyajit Devasia vom 03.09.2010 (englisch)2010-09-05 09:29:48
E-Mail von Mary S. Kallimel vom 16.08.2010
2010-08-16 23:48:27
E-Mail von Pastor Samjee vom 01.08.2010
2010-08-04 23:51:29
Begleittext zur Predigtreihe über die Bergpredigt
2010-07-18 16:24:25
E-Mail von Pastor Samjee vom 07.07.2010 (englisch)
2010-07-08 17:58:14
E-Mail von Satyajit Devasia vom 24.06.2010
2010-07-01 13:20:25
E-Mail von Pastor Samjee vom 29.06.2010
2010-07-01 13:17:57
E-Mail von Pastor Samjee vom 27.06.2010
2010-07-01 13:12:37
Seminar mit Dr. Ute Horn „Kinder: Gabe – Aufgabe – Selbstaufgabe?“
2010-06-08 17:51:01
E-Mail von Pastor Samjee vom 05.06.2010
2010-06-08 17:48:20
E-Mail von Pastor Samjee vom 20.05.2010
2010-05-20 11:54:15
E-Mail von Pastor Samjee vom 15.05.2010
2010-05-17 22:21:23
E-Mail von Satyajit Devasia vom 14.05.2010
2010-05-14 22:12:47
Das besondere Panoptikum der Literatur
2010-05-11 18:20:36
E-Mail von Mary S. Kallimel vom 15.04.2010
2010-05-04 21:33:42
E-Mail von Pastor Samjee vom 09.03.2010
2010-05-04 21:30:19
E-Mail von Pastor Samjee vom 05.03.2010
2010-05-04 21:26:37
